Lexikon
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| Ländergruppe |
| Der Internationale Währungsfonds wird von einem Geschäftsführenden Direktor und 24 Exekutivdirektoren geleitet. Die Letztgenannten vertreten ein Land oder eine Gruppe mehrerer IWF-Mitgliedsländer. Der belgische Exekutivdirektor vertritt nicht nur Belgien, sondern auch Kasachstan, Luxemburg, Österreich, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, die Türkei, Ungarn und Weißrussland. Die von Belgien vertretene Ländergruppe kontrolliert rd. 5 % der Stimmen. |
| Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte |
| Vom Eurosystem durchgeführte Offenmarktgeschäfte, im Allgemeinen mit einer Laufzeit von drei Monaten. |
| Lateinische Münzunion |
| Die Lateinische Münzunion (1865-1926) war ein Abkommen zwischen einigen Ländern, ihre Münzen nach einem genau gleichen Münzstandard zu prägen. Die großen Silberstücke und die Goldmünzen der einzelnen Länder sahen zwar verschieden aus, hatten aber einunddenselben Wert. Die an der Lateinischen Münzunion teilnehmenden Länder waren Frankreich, Italien, die Schweiz, Belgien und Griechenland. |
| Lender of last resort |
| Wenn die Geschäftsbanken aufgrund eines vorübergehenden Liquiditätsengpasses (z. B. plötzlicher Bargeldbedarf) nicht in der Lage sind, der Nachfrage ihrer Kunden nachzukommen, kann dies in der Kreditwirtschaft zu ernsthaften Störungen führen. In diesem Fall kann die Zentralbank intervenieren, um die von den Banken benötigten Mittel bereitzustellen. Durch die Beaufsichtigung der Finanzmärkte und die Teilnahme an der Erstellung bankaufsichtlicher Standards und Vorschriften versucht die Bank, solche Krisenszenarien nach Möglichkeit zu vermeiden. |
| Lineare Obligationen (OLO) |
| Vom belgischen Staat ausgegebene langfristige Schuldverschreibungen, deren Zinssatz, Laufzeit und Rückzahlungspreis fest sind. Sie werden in zweimonatlichen Tranchen ausgegeben, und der Emissionspreis wird im Tenderverfahren festgelegt. Sie sind stückelos und werden auf einem Konto gebucht; An- und Verkauf erfolgen über das Clearingsystem der Belgischen Nationalbank oder durch andere Wertpapierclearingzentren wie Euroclear oder Clearstream. |
| Liquiditätsmanagement |
| Intervention des Eurosystems auf dem Geldmarkt durch Offenmarktgeschäfte, um die Höhe der Einlagen der Kreditinstitute beim Eurosystem und die sehr kurzfristigen Zinssätze zu regulieren. |
| Liquiditätsrisiko |
| Das Risiko, dass eine Gegenpartei oder ein Zahlungs- oder Verrechnungssystemteilnehmer einer Verpflichtung bei Fälligkeit nicht in voller Höhe nachkommt. Ein Liquiditätsrisiko bedeutet nicht, dass die Gegenpartei insolvent ist, da diese ihre Schulden zu einem späteren, nicht festgelegten Zeitpunkt begleichen kann. |